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Bereitschaft zu Überstunden

Die Bereitschaft, Überstunden zu machen, wird heute fast stillschweigend vorausgesetzt. Aber diese Bereitschaft hat auch eine aktive Komponente. Erfahren Sie hier im Glossar, was genau unter dieser Schlüsselkompetenz zu verstehen ist.

Glossar

Diese Form des Engagements wird heute eigentlich stillschweigend vorausgesetzt, denn gerade zu Beginn in einem neuen Job, in einem neuen Unternehmen mit neuen Vorgesetzten kommt vieles auf einen zu, woran man sich erst gewöhnen muss. Gerade für frische Berufseinsteiger ist der Umschwung von Uni-Alltag auf den Arbeitsalltag eine ganz schöne Umstellung in Sachen Regelmäßigkeit und Ausdauer. Hier spricht man heute sogar vom „Praxis-Schock“. Wer sich in dieser Situation aus Gerechtigkeitsgründen gegen Überstunden sträubt, stellt sich schnell als bockigen Arbeitsverweigerer dar.

Diese Bereitschaft ist aber nicht nur zu Beginn einer neuen Arbeit wichtig. Es ist die eine Seite, dass die Vorgesetzten diesen Einsatz wohlwollend zur Kenntnis nehmen, auf der anderen Seite ist es für den Arbeitnehmer selbst eine hilfreiche Einstellung, wenn er seinen Job so gerne macht, dass er nicht genau auf die Uhr schaut. Die typische „nine-to-five“-Einstellung ist leider, besonders auf niedrigeren Hierarchieebenen, weit verbreitet, bei der die Arbeit -gerade auch nach langer Zeit im Job- schon fast als Bestrafung empfunden wird. Sicherlich gehören solche Phasen zu jedem Job dazu, aber alles in allem ist es doch wünschenswert, die täglichen Stunden im Unternehmen, mit einem guten Gefühl vorbeigehen zu lassen, ohne ständig auf die Uhr zu schauen.

Oftmals lassen sich auch die Bedenken, dass die geleistete Mehrarbeit einfach verfällt, mit Hilfe von Arbeitszeitmodellen wie Gleitschicht, Zeitsammelkonten,...gut lösen.

Natürlich kann man es im Zuge der eigenen Karriereplanung übertreiben. Es ist durchaus sehr in Ordnung, wenn phasenweise, auch über längere Zeiträume, das Arbeitsleben an erster Stelle kommt. Dennoch gilt es, langfristig gesehen, den verschieden Lebensbereichen ein gleich hohes Maß an Aufmerksamkeit zu schenken um eine gewisse Harmonie zu erzeugen. Wie wichtig das ist, muss man gar nicht erst am eigenen Leib erfahren: Der Herzinfarkt als Todesursache Nummer 1 in Deutschland oder das in den letzten Jahren immer häufiger auftretende Burn-out-Syndrom sind bezeichnend für eine zu einseitige Lebensführung und dadurch entstehende Überforderung des Menschen.

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 22.02.2008 bearbeitet.